Kompetenz für Telemedizin und Medizintechnik

Telemedizin-Projekte

Modellprojekte nach dem AGnES-Konzept

Arztentlastende, Gemeindenahe, E-Health-gestützte, Systemische Intervention

In einigen Regionen der Neuen Bundesländer droht bzw. besteht bereits eine Lücke in der ambulanten hausärztlichen Versorgung. Die Implementierung von AGnES-Fachkräften ist eine Lösungsmöglichkeit, die sich in den nächsten Jahren zuspitzende Versorgungslücke abzufedern und die Hausärzte bei der Sicherstellung der medizinischen Versorgung zu unterstützen. Im Zeitraum 2005 – 2008 fanden hierzu in den Ländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt Modellprojekte nach dem AGnES-Konzept statt. AGnES steht für Arztentlastende, Gemeindenahe, E-Health-gestützte, Systemische Intervention.

Die Arztentlastung wird durch die Delegation ärztlicher Leistungen auf entsprechend qualifizierte nichtärztliche Fachkräfte des Praxisteams erreicht. Diese Delegation von ärztlichen Leistungen ist in den bestehenden berufs- und sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften geregelt und findet in der Praxis bereits statt.

Neu am AGnES-Konzept ist vor allem, dass die delegierten ärztlichen Leistungen bei Hausbesuchen in der Häuslichkeit der Patienten in Abwesenheit des Hausarztes durchgeführt werden. Die Hausbesuche werden bei nicht oder nur eingeschränkt mobilen Patienten durchgeführt. Dabei beraten und betreuen die AGnES-Fachkräfte die Patienten, überwachen Therapien und tragen zur Vorbeugung von Erkrankungen bei. In Mecklenburg-Vorpommern und in Brandenburg wurden auch telemedizinische Ausrüstungen eingesetzt - hier gehörten ein Laptop und ein Videokommunikationssystem zur Ausrüstung. Das Konzept kann seit 01.01.2009 bundesweit umgesetzt werden.

Dieses Projekt wurde als Forschungsprojekt der Universität Greifswald von MEYTEC technisch begleitet wird aber zum heutigen Zeitpunkt nicht in der Art und Weise so betrieben.

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Projektergebnisse


mugv.brandenburg.de/..